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Pressemitteilung Digitale Gewalt

Am „Tag der Kriminalitätsopfer“ stellt der WEISSE RING gemeinsam mit dem Landesseniorenrat Baden-Württemberg sein Jahresthema vor

 

Am diesjährigen „Tag der Kriminalitätsopfer“ rücken der WEISSE RING und der Landesseniorenrat Baden-Württemberg ein drängendes Thema in den Fokus: Digitale Gewalt. Diese vielschichtige Gefahr reicht von Betrug über Hass und Hetze bis hin zum Identitätsdiebstahl und betrifft Menschen aller Altersgruppen.

 

Günther Bubenitschek, Präventionsbeauftragter für Baden-Württemberg, unterstreicht die Brisanz: „Rund 95 Prozent der deutschen Bevölkerung nutzen das Internet, und mehr als jeder Vierte, so zeigte eine Bürgerbefragung zur Cybersicherheit 2023, war bereits von Cyberkriminalität betroffen. Diese alarmierenden Zahlen verdeutlichten die Notwendigkeit umfassender Aufklärung und Prävention.“

 

Anja Schwarz, Geschäftsführerin des Landesseniorenrats Baden-Württemberg, betont die Bedeutung digitaler Kompetenz auch für ältere Generationen: „Wir möchten Senior*innen befähigen, Zugang zur digitalen Welt zu erhalten und sie dabei unterstützen, diese selbstbestimmt und vor allem sicher zu nutzen.“

Der WEISSE RING setzt sich aktiv für die positive Gestaltung des digitalen Raums ein. Bubenitschek ermutigt: „Es ist wichtig, dass sich Menschen dort zu Wort melden, wo gehetzt und Falschinformationen verbreitet werden. Dies trägt zum Erhalt unserer Demokratie bei.“ Zur Unterstützung bietet der WEISSE RING Online-Zivilcourage- und Argumentationstrainings sowie landesweite Hilfe in 38 Außenstellen an.

Die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Landesseniorenrat und dem WEISSEN RING zeigt sich in gemeinsamen Präventionsinitiativen. „Unser Fokus liegt auf der Aufklärung, bevor etwas passiert", erklärt Bubenitschek, „Gemeinsam werden wir Informationsangebote gestalten und auch beim 14. Deutschen Seniorentag 2025 in Mannheim vertreten sein."

 

Hintergrund-Info zum „Tag der Kriminalitätsopfer“

 

Seit 1991 macht der WEISSE RING mit dem „Tag der Kriminalitätsopfer“ alljährlich am 22. März auf Menschen aufmerksam, die durch Kriminalität und Gewalt geschädigt wurden. Dieser Tag soll das Bewusstsein für Opferbelange in Deutschland stärken und Informationen zu Prävention, Schutz und praktischen Hilfen geben. Inzwischen ist der Aktionstag fester Bestandteil im Kalender von Institutionen aus den Bereichen Politik, Justiz und Verwaltung, aber auch Vereinen und Schulen geworden.

 

Der WEISSE RING wurde 1976 in Mainz gegründet als „Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e. V.“. Er ist Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität. Der Verein unterhält ein Netz von rund 3.000 ehrenamtlichen, professionell ausgebildeten Opferhelfer*innen in bundesweit 400Außenstellen, beim Opfer-Telefon und in der Onlineberatung. Der WEISSE RING hat mehr als 100.000 Förderer*innen und ist in 18Landesverbände gegliedert. Er ist ein sachkundiger und anerkannter Ansprechpartner für Politik, Justiz, Verwaltung, Wissenschaft und Medien in allen Fragen der Opferhilfe. Der Verein finanziert seine Tätigkeit ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und testamentarischen Zuwendungen sowie von Gerichten und Staatsanwaltschaften verhängten Geldbußen. Der WEISSE RING erhält keine staatlichen Mittel.

 

Der Landesseniorenrat Baden-Württemberg e.V. ist ein Zusammenschluss von Kreisseniorenräten und Seniorenräten der kreisfreien Städte sowie Landesorganisationen, die auf dem Gebiet der Altenarbeit tätig sind. Die Aufgabe des Landesseniorenrats ist die Vertretung der Interessen älterer Menschen gegenüber Regierung, Politik, Verbänden und Organisationen mit dem Ziel, die vielen Facetten des Alters in der Öffentlichkeit zu verankern. Dabei geht es um gesellschaftliche Teilhabe, Selbstbestimmung und Sicherheit der fast 3 Millionen Menschen über 60 Jahre im Südwesten Deutschlands. 1974 als Dachverband gegründet, arbeitet der Landesseniorenrat in Baden-Württemberg unabhängig, überparteilich und überkonfessionell. 

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