Anonymisierte Spurensicherung Mai 2019
Am 16. März 2019 trafen sich die Initiatoren des „Projekts Anonymisierte Spurensicherung bei sexueller Gewalt“ (PAS) im Krankenhaus Freudenstadt zu einem Pressegespräch. Es handelte sich hierbei um den Leitenden Oberarzt Dr. Andreas Kuznik, Frau Martina Sillmann von der Frauenhilfe, den Leiter der Psychologischen Beratungsstelle in Horb – Herr Fred-Jürgen Werr – sowie Herrn Petro Bihler vom WEISSEN RING.
Mit anwesend war auch Herr Steffen Fahrbach von der Kriminalpolizei, die dem Projekt positiv gegenübersteht und beratend begleitet.
Im Rahmen dieses Projekts können sich im Landkreis Freudenstadt Opfer nach einem Sexualdelikt im Krankenhaus Freudenstadt untersuchen lassen, ohne dass die Polizei eingeschaltet werden muss. Geschädigte, die sich nicht sicher sind, ob sie den Täter anzeigen wollen, haben so die Möglichkeit, sich im Krankenhaus fachärztlich untersuchen und beraten zu lassen, ohne dass wichtige Spuren verloren gehen. Die festgestellten Spuren am Körper und der Kleidung werden anonymisiert und beweissicher dokumentiert und gesichert. Sie werden im Krankenhaus aufbewahrt und erst nach Ablauf von 2 Jahren vernichtet. Entscheiden sich die Betroffenen also innerhalb dieser Zweijahresfrist zu einer Anzeigenerstattung, sind die Beweismittel nicht verloren, sondern können nun ebenfalls in das Strafverfahren eingebracht werden.
Unabhängig von einer Anzeigenerstattung bei der Polizei stehen den Betroffenen jederzeit insbesondere die Mitarbeiter der Psychologischen Beratungsstelle in Horb, der Frauenhilfe in Freudenstadt und des WEISSEN RING in Freudenstadt mit Rat und Tat zur Seite.
Die Erreichbarkeiten dieser Hilfeeinrichtungen sind entweder im Internet veröffentlicht oder können einem eigens für das Projekt entworfenen Flyer entnommen werden.